Die fünf Säulen sind das Gerüst des muslimischen Lebens — keine abstrakte Liste, sondern fünf Türen zu Allah. In deutschen Quran-Schulen und DITIB-Jugendgruppen lernen Kinder sie früh; Erwachsene vertiefen sie im Laufe des Lebens.
1. Die Schahada
„Ich bezeuge, dass es keinen Gott gibt außer Allah, und ich bezeuge, dass Muhammad Sein Gesandter ist." Dieses Bekenntnis formt Identität — auch für Muslime, die in Deutschland geboren wurden und manchmal zwischen Kulturen navigieren.
2. Salah — das Gebet
Fünf Pflichtgebete täglich. Sie strukturieren den Tag und erinnern an Gott mitten im deutschen Arbeitsalltag. Gebetszeiten variieren je nach Stadt und Jahreszeit.
3. Zakat — die Pflichtabgabe
2,5 Prozent des überschüssigen Vermögens nach einem Jahr — für Bedürftige. In Deutschland entrichten viele Zakat über anerkannte Organisationen oder direkt an lokale Moscheen.
4. Sawm — das Fasten
Ramadan verbindet die Ummah weltweit. In Deutschland bedeutet das: frühe Suhurs, späte Iftars im Sommer und offene Türen in den Moscheen.
5. Hajj — die Pilgerfahrt
Einmal im Leben nach Mekka, wenn es die Mittel erlauben. Viele deutsche Muslime sparen jahrelang oder nutzen organisierte Hajj-Reisen.
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