Das Freitagsgebet ist für Musliminnen und Muslime in Deutschland oft der Wochenhöhepunkt. Während Dhuhr-Zeit versammeln sich Gemeinden in DITIB-Moscheen, der Kölner Zentralmoschee oder kleineren islamischen Zentren — manchmal in mehreren Schichten, weil der Gebetsraum überfüllt ist.
Wer ist verpflichtet?
Freie, erwachsene, ortsansässige muslimische Männer sind zum Jumu'ah verpflichtet, sofern keine triftige Entschuldigung vorliegt. Frauen, Kinder und Reisende dürfen teilnehmen; für Frauen ist es Sunnah, nicht Pflicht. Viele Arbeitgeber gewähren freitags eine längere Mittagspause.
Ablauf
- Rechtzeitig in der Moschee eintreffen — Khutba lauschen, nicht unterhalten
- Zwei Khutbas (Predigten) in arabischer und oft deutscher Sprache
- Zwei Rak'at Gemeinschaftsgebet statt des normalen Dhuhr
- Danach: Gemeinschaft, Suppe in Ramadan oder kurze Gespräche im Vorhof
Freitag in deutschen Städten
In Berlin-Neukölln beginnt Jumu'ah oft schon gegen 12 Uhr; in Köln und Frankfurt folgen mehrere Termine. Prüfen Sie die Zeiten Ihrer Moschee — sie weichen manchmal von der allgemeinen Dhuhr-Zeit ab.
Wer am Freitag Wudu vollzieht, sich schmückt und still die Khutba hört, dem werden seine Sünden zwischen zwei Freitagen vergeben.
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